Jobgurus.de interviewt spannende Persönlichkeiten um herauszufinden, wie ihr Berufsalltag aussieht, welche Aufgaben sie haben und welche Fähigkeiten man mitbringen muss, um in ihrem Job zu arbeiten. Damit wollen wir Studenten und alle anderen Berufsinteressenten bei der Entscheidung helfen. Meldet euch für unseren Newsletter unter dem Beitrag an, wenn ihr regelmäßig spannende Interviews erhalten möchtet. Dieses Mal haben wir mit Lars von Marken Media gesprochen, viel Spaß beim Lesen! 

Hallo Lars, du bist Gründer und Geschäftsführer von Marken-MEDIA. Stelle dich selbst und Marken-MEDIA doch einmal kurz vor!

 Wenn ich mich selbst charakterisieren soll, würde ich als erstes sagen, dass ich ein absoluter Vollblutunternehmer bin. Ich bin 28 Jahre alt, habe schon einige Jahre in verschiedenen Positionen gearbeitet und bin jetzt mit meinem Unternehmen Marken-MEDIA: Agentur für E-Mail-Marketing unternehmerisch tätig. Wir kümmern uns um alle Themen rund ums E-Mail-Marketing. Dazu gehören natürlich Newslettererstellung und –versand sowie die Generierung von neuen E-Mail-Adressen, mit Werbeeinverständnis. Außerdem bieten wir regelmäßig Tagesseminare zum E-Mail-Marketing an. Selbstverständlich beraten wir unsere Kunden auch umfassend und individuell, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erreichen. Das macht mir alles so viel Spaß, dass ich jeden Morgen mit Vorfreude ins Büro komme. Vor allem liebe ich es, neue Produkte zu entwickeln und das Unternehmen weiterzuentwickeln. Dazu gehört natürlich auch, dass ich mich selbst fortbilde.

Privat liebe ich vor allem die schönste Stadt der Welt, und das ist für mich auf jeden Fall Hamburg. Vor allem das viele Wasser in der Stadt hat es mir angetan. Darum finde ich es natürlich toll, dass das Büro direkt an der Binnenalster liegt.

 Was hast du zuvor gemacht und wie bist du auf die Idee zu Marken-MEDIA gekommen?

Ich habe zuerst bei unterschiedlichen Arbeitgebern und in verschiedenen Tätigkeitsbereichen Erfahrungen gesammelt. Vor allem in den leitenden Positionen im Angestelltenverhältnis konnte ich viel lernen. Nach einigen Jahren hatte ich aber immer mehr das Gefühl, dass ich etwas verändern wollte. Ich wollte mein eigenes Unternehmen gründen. Auf Grund meiner Erfahrung wusste ich dann schon sehr genau, worauf ich achten musste. So konnte ich viele Fehler vermeiden. Ich habe mir auch vorher gut überlegt, was ich bei meinen früheren Arbeitgebern gut fand und was ich davon für mein eigenes Unternehmen adaptieren konnte. Und natürlich auch, was ich auf jeden Fall anders machen wollte.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus? Gibt es so etwas überhaupt?

 Einen ganz typischen Arbeitstag gibt es wahrscheinlich nicht. Aber es gibt schon drei große Aufgabenbereiche, die besonders wichtig sind und immer wieder vorkommen:

(1) Es gibt häufig Arbeitstage, an denen ich mit Kunden und Agenturen spreche und die weiteren Kampagnen plane oder die bestehenden Kampagnen noch einmal optimiere.

(2) Oft besuche ich die Kunden in ihren Unternehmen, um so noch bessere Einblicke in das Geschäftsmodell und die Anforderungen des Kunden zu bekommen. Außerdem ist Marken-MEDIA auf vielen wichtigen Messen, Veranstaltungen und Events vertreten. Für 2019 sind z.B. Besuche auf der Dmexco in Köln und auf dem Online Marketing Rockstars Festival im Mai in Hamburg schon fest eingeplant.

(3) Der dritte Bereich umfasst die weitere Planung und Strategie für das eigene Unternehmen. Dabei bin ich ständig auf der Suche nach neuen Ideen und führe Gespräche über strategische Partnerschaften und Kooperationen.

E-Mail-Marketing ist tot – das liest man immer wieder. Wann sollte man E-Mail-Marketing nutzen? Wo funktioniert E-Mail-Marketing am besten? Und was sollte man vermeiden?

 Wir sollten hier zunächst vielleicht einmal definieren, was E-Mail-Marketing überhaupt ist. Aus meiner Sicht gehört dazu nämlich weit mehr, als nur auf den großen Social-Media-Plattformen präsent zu sein. Da gerät man schnell in eine Abhängigkeit, da sich die Spielregeln und AGBs der Betreiber jederzeit ändern können. So kann z.B. jederzeit die Profilsichtbarkeit eingeschränkt werden oder die organische Reichweite sinkt. Gegen diese Unternehmenspolitik ist man als Kunde machtlos.  

Baut man sich dagegen einen eigenen Pool von Newsletter-Abonnenten auf, ist man demgegenüber klar im Vorteil. Wichtig ist dabei natürlich, dass die E-Mail-Adressen den Anforderungen der DSGVO entsprechen müssen. Ist dies der Fall, können die eigenen Empfänger jederzeit gezielt per Newsletter angesprochen werden. Neue Produkte, Unternehmensnews oder Updates können so mit eigener Corporate Identity und zu jedem beliebigen Zeitpunkt an die Kunden verschickt werden. Die Adressaten können direkt und persönlich angesprochen werden, und es besteht keine Abhängigkeit von externen Social-Media-Plattformen. Allerdings sollte die Aussendung der Newsletter nicht nach dem Gießkannen-Prinzip erfolgen. Planung und Strategie ist wichtig. Nur mit einer klaren Idee und Konzeption kann eine E-Mail-Marketing-Kampagne erfolgreich sein. Regelmäßige Optimierungen können die Ergebnisse noch verbessern.

Welche Fähigkeiten sollte man mitbringen um in deinem Team erfolgreich zu arbeiten?

 Ganz wichtig sind die eigene Motivation und die Lust, immer wieder Neues zu lernen und seinen Horizont zu erweitern. Jeder sollte an sich selbst arbeiten und seine eigene Leistung verbessern wollen. Mitarbeiter sollten für ihren Job brennen und sich auch bei Misserfolgen nicht selbst bemitleiden. Kurz: Für mich ist die richtige Einstellung zum Job deutlich wichtiger als Fachwissen. Fachwissen kann man lernen, Motivation und die richtige Einstellung eher nicht.

Das beherzige ich auch selbst: Weiterkommen und neues Wissen ist Wachstum. Stillstand ist Rückstand. Jeder sollte außerdem immer aktiv bleiben und die Umstände bestimmen statt nur auf den Markt zu reagieren. Und das am besten mit der richtigen Mischung aus Verstand, Herz und Hand.

Welche Tipps würdest du deinem 20-jährigen “Ich” im Hinblick auf die Karriere geben?

 Ich glaube, die entscheidenden Punkte habe ich damals schon intuitiv gewusst: Mit der richtigen Einstellung kann man nur gewinnen. Es geht immer weiter. Allerdings muss man oft viel ausprobieren und daraus lernen, um dann zu erkennen, was funktioniert und was man besser bleiben lässt.  Darum ist mir der Weg zu Marken-MEDIA auch insgesamt leichtgefallen. Ich habe vorher schon viele Erfahrungen sammeln können, habe mich intensiv mit der Planung beschäftigt – und ich wusste was ich kann.

 Für alle angehenden Gründer habe ich zwei Tipps:

(1) Liebe dein Produkt und steh absolut dahinter (das merken potenzielle Auftraggeber)

(2) Überlege dir genau, wie du dich, deine Firma und dein Produkt auch verkaufen und wie du deine Kunden davon überzeugen kannst. Denn das beste Produkt kann nicht erfolgreich sein, wenn es keiner da draußen weiß und du es nicht verkaufen kannst.