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Hallo Nicolas, du bist Gründer und COO von Primal State in Berlin. Dabei handelt es sich um Nahrungsergänzungsmittel, ist das richtig?

Primal State ist eine Online-Plattform, die funktionelle Lebensmittel- und Informationsprodukte und wurde entwickelt um unsere Kunden dabei zu unterstützen, ihre Ernährung durch „Biohacking“ einfacher, gesünder und schneller zu gestalten.

Wie seid ihr auf die Idee zu Primal State gekommen und was war bisher der spannendste Moment auf der Startup-Reise?

Aus eigenem Interesse an dem Thema – wir sind als kleiner Blog gestartet und haben irgendwann gedacht: solche Lebensmittel müsste es eigentlich geben!
Die spannendsten Momente sind eigentlich die, in denen man Kundenfeedback liest und weiß, dass man auf dem richtigen Weg ist. Oft schreiben Kunden: „Ich fühle mich so energiegeladen wie seit Jahren nicht“, das ist dann tiefe Genugtuung.

Als Chief Operating Officer (COO) bist du für das tägliche Geschäft zuständig? Welche Tätigkeitsbereiche übernimmst du und wie sieht dein Berufsalltag aus?

Ich leite die Teams Einkauf, Finanzen und Personal. Also alle Bereiche des täglichen Geschäfts, außer dem Marketing. Dafür treffe ich mich mit den einzelnen Projektverantwortlichen verbinde die Bereiche und helfe aus, wenn es Engpässe gibt. Das Finanz-Team muss wissen, was der Einkauf macht und das Marketing muss ebenfalls Informationen erhalten, welches Produkt als nächstes das Tageslicht erblicken soll. Daher arbeite ich sehr strategisch und schaue, dass alle Aktivitäten auf die Unternehmensziele einwirken.

Wie kann man sich das Team hinter Primal State vorstellen? Wie viele Mitarbeiter habt ihr? Wie sind die Arbeitszeiten? Wie ist die Firmenkultur?

Primal State hat 12 feste Mitarbeiter und 3-5 freie Mitarbeiter. Die Arbeitszeiten und die Anwesenheit sind sehr flexibel. Jeder kann zu jedem Zeitpunkt von jedem Ort der Welt arbeiten, oder aber in unser schönes Büro kommen. Es gibt also extrem viele Freiheiten. Damit dennoch jeder effektiv ist, haben wir uns Routinen angeeignet, die jeder Mitarbeiter einhält. Zum Beispiel eine zweistündige, fokussierte Arbeitsphase, in der man ohne Unterbrechung an seiner wichtigsten Aufgabe arbeitet, oder ein Sportprogramm vor dem Mittagessen.

Hättest du dir vor einigen Jahren vorstellen können einmal ein eigenes Unternehmen zu gründen?

Ich habe vorher eine Ausbildung gemacht und bin dann über einen Freund, Janis, den heutigen Gründer von Primal State, zum Unternehmertum gekommen. Ich wollte eigentlich immer ein eigenes Unternehmen haben, dass es dann so schnell geht hätte ich aber nicht gedacht. Aber ich denke, dass Unternehmer mit ihren Projekten die Welt schneller verändern und verbessern können, als es zum Beispiel Vereine oder Politiker tun. Daher bin ich extrem dankbar für diese Aufgabe!

Welche Fähigkeiten sind in einem Startup besonders gefragt? Auf welche Eigenschaften legst du bei deinen Mitarbeitern wert bevor du jemanden einstellst?

Alle Mitarbeiter bei Primal State müssen neugierig sein. Dadurch probieren sie neue Dinge aus und können eigenverantwortlich arbeiten. Das ist extrem wichtig, da unser junges Team oft ausprobieren muss und viele Mitarbeiter nicht auf eine 20-jährige Karriere zurückblicken können. Das führt dazu, dass wir oft neu und anders denken und ausprobieren, was wiederum großen Spaß macht. Jeder der diese Neugierde hat und an unseren Themen interessiert ist, kann sich gerne bei mir melden.

Du bist als Chef noch relativ jung – war das jemals eine Herausforderung für dich gegenüber Mitarbeitern, Investoren oder Kunden? Wie gehst du damit um?

Eine Zeit lang habe ich gedacht, dass man als Chef alles wissen und können müsse. Aber dann ist mir aufgefallen, dass die meisten Chefs am allerwenigsten über die Abläufe in den Fachgebieten Bescheid wissen. Das geht ja auch nicht: ein Mensch kann ja nicht alleine die Buchhaltung, den Einkauf, das Marketing usw. machen und über alles Bescheid wissen. Daher haben wir Experten in jedem Fachgebiet, die einen extrem guten Job machen. Gegenüber unseren Kunden und Partnern genießen wir noch den Jungunternehmer-Status, da werden wir zwar ernst genommen, dürfen uns aber auch mal eine Unachtsamkeit erlauben. So lange man ehrlich ist, wird das sehr geschätzt und akzeptiert.

Zum Schluss noch, welchen Tipp kannst du Studenten geben, die auf der Suche nach ihrem Traumjob sind? Was hättest du vor ein paar Jahren gerne gewusst? Wie findet man den richtigen Karriereweg?

Ich denke, dass es extrem wichtig ist, viel praktische Erfahrung zu sammeln. Um es ganz ehrlich zu sagen: für mich entscheidet ein Studium zwar über das Gehalt, dass Du mal verdienst, aber nicht darüber, wie gut Du deinen Job später machst. Ich glaube, dass man ganz viel ausprobieren sollte und hart die Reißleine ziehen muss, wenn man Zweifel an dem hat, was man macht. Ich möchte an dieser Stelle jeden herzlich einladen, sich mal bei uns umzuschauen. Wir haben einen Bewerbungsbogen der etwas anderen Sorte unter primal- state.de/jobs und freuen uns über ehrliche Antworten