In Banken wird alles rund um das Geld bearbeitet und behandelt. Ob es um eine Autofinanzierung, Baufinanzierung oder um Geldanlage in Aktien oder Fonds geht. Als Bankkaufmann muss man in beratenden Tätigkeiten ein echter Kommunikationsheld sein. Gleichwohl sollte ein Bankkaufmann sehr gute analytische Fähigkeiten mitbringen und Spaß im Umgang mit Zahlen haben. Am Ende gibt es als Bankkaufmann extrem viele Einsatzbereiche, in denen du tätig werden kannst. Offensichtlich sind häufig die Bereiche in den Filialen mit Kundenkontakt, aber ein viel größerer Teil der Beschäftigten arbeitet hinter den Kulissen im Controlling, der Kreditprüfung, im Marketing, im Online Marketing, im Trading, in der Buchhaltung usw. Aber auch sehr aufgeschlossene Menschen kommen als Bankkaufmann voll auf Ihre Kosten. Es gibt Berater für Anlageprodukte, wie Aktien, Fonds, Derivate, etc. oder aber für Kreditprodukte, wie Baufinanzierungen oder Ratenkredite für Autos. Häufig unterteilen sich die Kundenberater auch in Vermögensberater, für die besonders gut betuchten Kunden und Firmenkundenberater für die Unternehmen. Aber auch die Weiterentwicklung zum Immobilienmakler ist meist in Banken möglich. Nach einem kurzen Einblick, wie viel Gehalt dich eigentlich glücklich macht, erfährst du in diesem Artikel, was du eigentlich als Bankkaufmann verdienst.

Gehalt Bankkaufmann

Wie viel Gehalt macht uns glücklich?

Diese Frage wollen wir vorab klären. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass neben dem Gehalt auch die Work-Life-Balance, also das Verhältnis der Arbeit und zu deinem Privatleben eine entscheidende Rolle spielt. Viele Menschen arbeiten lieber 40 Stunden pro Woche für etwas weniger Gehalt, als Menschen mit 60 Stunden für deutlich mehr Gehalt. Häufig ist das Arbeitsumfeld deutlich wichtiger als das reine Gehalt. Aber wie viel Geld macht denn nun glücklich? Hier gibt es Studien zufolge ziemlich genaue Zahlen. Alle Gehaltserhöhungen bis 60.000 Euro sorgen für einen wahren Freudenspring. Hast du die 60.000 Euro einmal überschritten, freust du dich kaum noch über Gehaltserhöhungen nach Gehaltsverhandlungen. Woran das liegt? An dem sogenannten abnehmenden Grenznutzen. Bedeutet stark vereinfacht: In der Regel musst du für jeden Euro auch irgendwas mehr bei der Arbeit machen und dafür Freizeit aufgeben. Ab einem bestimmten Gehalt bist du hierfür immer weniger bereit, weil du bereits gut verdienst aber kaum noch Freizeit hast. Soweit so gut, aber was bringt dir das nun? Sieh es doch ganz einfach so: Du startest vielleicht nicht mit deinem Traumgehalt, aber jede Gehaltssteigerung macht dich deutlich glücklicher, als es bei besser betuchten Arbeitnehmern der Fall ist. Insgesamt kannst du als Bankkaufmann sehr gut verdienen – nach einigen Berufsjahren und übersteigst in der Regel die 60.000 Euro locker im Berufsleben.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Als Bankkaufmann hast du idealerweise ein Abitur vorzuweisen. Alternativ reicht manchmal auch die mittlere Reife – also der Realschulabschluss. Deine Ausbildung verläuft in 2 bis 3 Jahren im Kreditinstitut. Während der Ausbildung hast du Blöcke in der Berufsschule, in denen dir das theoretische Wissen vermittelt wird, dass du als Bankkaufmann benötigst. In deiner Ausbildung erhältst du im ersten Lehrjahr ungefähr 950 Euro monatlich brutto, im zweiten Jahr 1.000 Euro und im dritten Jahr 1.100 Euro. Damit gehört die Ausbildung zum Bankkaufmann oder Sparkassenkaufmann zu den bestbezahltesten Ausbildungsberufen. Im Anschluss an deine Ausbildung wirst du entweder übernommen in einer der Bereiche, die dir besonders liegen, oder du gehst wie eine Vielzahl der Bankkaufleute studieren. Denn eine Bankausbildung ist die beste Grundlage für ein klassisches BWL-Studium. Nach einem Studium sind deine Gehaltsaussichten nochmal deutlich besser.

Was du berücksichtigen solltest ist, dass jedes Jahr tausende Ausbildungsplätze als Bankkaufmann oder Sparkassenkaufmann unbesetzt bleiben. Es bleiben demnach viele Jobs unbesetzt und deine Chancen auf ein gutes Einstiegsgehalt im Bankwesen stehen sehr gut.

Kundenberater Gehalt Bankkaufmann

Welche Kernkompetenzen sind gefragt?

Als Bankkaufmann solltest du kommunikativ sein, keine Angst haben vor Menschen zu präsentieren und gleichzeitig Zahlenaffinität besitzen. Bist du nicht so extrovertiert ist das auch kein Problem. In Banken werden auch Mitarbeiter im Controlling stark gesucht und hier muss man keine Kundengespräche führen. Möchtest du aber mit Kunden arbeiten hilft es dir, wenn du zielstrebig und überzeugungsstark bist. Denn du musst später in deiner Tätigkeit Kunden bedarfsgerecht beraten und gleichzeitig Bankprodukte verkaufen.

Tarifvertrag und Arbeitszeiten

Als Bankkaufmann erhältst du ein fixes Tarifgehalt. Darin enthalten ist eine 39 Stunden Woche, Vermögenswirksame Leistungen usw. Banken sorgen also sehr gut für Ihre Mitarbeiter – zumindest im Sinne des Gehalts. Als Bankkaufmann oder Bankkauffrau gilt für dich der Tarifvertrag für öffentliche Banken bei Sparkassen, für genossenschaftliche Banken wie die Volksbanken, oder für private Banken, wie die Deutsche Bank oder Commerzbank. Eine gute Indikation und Info für dich sind die online einsehbaren Tarifverträge, die du bspw. beim Deutschen Bankangestellten Verband einsehen kannst.

In der Bank steigst du häufig in der Tarifgruppe TG3 oder TG4 ein – das sind monatlich rund 2.400 Euro brutto. Du steigst in der Regel nach einem Berufsjahr in der Tarifgruppe auf, sodass du schnell in TG5 oder 6 landest. Damit liegst du dann monatlich bei 2.600 bzw. 2.900 Euro. Mit jedem Berufsjahr steigt zudem dein Gehalt. In TG6 verdienst du nach 11 Jahren 3.800 Euro. Außerdem erhältst du 13 Gehälter im Jahr sodass du starke 50.000 Euro jährlich bekommst. Ziemlich nice, oder? Insgesamt zählt das Finanzwesen zu den Brachen, in denen die höchsten Gehälter und Einstiegsgehälter gezahlt werden.

Sonderzahlungen neben dem Gehalt

Als Bankkaufmann oder Sparkassenkaufmann erhältst du 13 Monatsgehälter, was du in deinem Durchschnittsgehalt berücksichtigen solltest. Außerdem sorgt fast jede Bank mit Beiträgen in deine betriebliche Altersvorsorge dafür, dass du im Alter gut versorgt bist. Rabatte für Kredite oder Fonds gehören außerdem fast immer ins Paket. Gute Banken geben dir einen Zuschuss zu den öffentlichen Verkehrsmitteln und den vollen Beitrag zu den vermögenswirksame Leistungen, d. h. volle 40 Euro monatlich. Somit ein ganz gutes Gesamtpaket, oder?

Berater Gehalt Bankkaufmann

Aufstiegsmöglichkeiten

In Banken sind deine Aufstiegschancen hervorragend. Es gibt viele Fortbildungsmöglichkeiten in der Beratung oder auch im Back-Office, sodass du auch vom Gehalt sehr schnell aufsteigst. Du machst beispielsweise eine Fortbildung zum Bankfachwirt, wodurch deine Kompetenzen und damit auch dein Gehalt steigen. Bist du nach einigen Jahren in einer Führungsposition tätig, leitest z. B. ein Team von einigen Kundenberatern, liegt dein Gehalt immer bei mindestens bei TG9, was 4.500 Euro oder 58.500 Euro jährlich entspricht. Deine Aufstiegschancen sind demnach gut und in der Regel werden gute Mitarbeiter entsprechend gefördert.

Gehaltsverhandlung

Gehaltsverhandlungen sind immer einfacher zu führen, wenn man entsprechende Berufserfahrung mitbringt. Hast du zum Start bereits Praktika absolviert und eine betriebswirtschaftlich ausgerichtetes Abitur vorzuweisen, kann dies in den Gehaltsverhandlungen positiv gewertet werden. Und auch wenn du schon einige Jahre im Job tätig bist und dich bewiesen hast, solltest du dich um eine Gehaltserhöhung bemühen. Hast du Schulungen und Fortbildungen besucht, leitest eine Gruppe oder übernimmst administrative Aufgaben, sind dies gute Voraussetzungen für deine Verhandlungen. Ausführliche Informationen zur Gehaltsverhandlung erhältst du in unserem Artikel.